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Lehr- und Forschungsgebiet "Rehabilitations- und Präventionstechnik"

Der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung des Lehr- und Forschungsgebiets „Rehabilitations- und Präventionstechnik“ liegt in der Entwicklung neuer Prozesse und Techniken zur Unterstützung von Ärzten in den Bereichen Diagnose, Therapieplanung und Bewertung des Therapieerfolgs anhand objektiver Daten.

Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben. Die Tatsache, dass Beeinträchtigungen in den Bewegungsabläufen hohe sozioökonomische Auswirkungen haben, ist der Grund dafür, dass sich die Entwicklung von neuen Geräten auf die Messung der Bewegungsphysiologie spezialisiert. Dies ist ein Bereich, der aufgrund der Entwicklung der Alterstrukturen in westlichen Gesellschaften in den nächsten Jahren immer wichtiger wird.

 

 

 

 

Die Forschung der Arbeitsgruppe umfasst primär vier große Bereiche:

  • Früherkennung und Vorbeugung von Störungen des Bewegungsapparates. Diese Forschungsarbeiten beziehen sich hauptsächlich auf die motorischen Fähigkeiten von Kindern (v. a. Babies), bei denen eine frühe Therapie die Konsequenzen einer Störung des Bewegungsapparates verringern kann. Hierfür wurde ein Verfahren entwickelt, welches Defizite der Bewegungsabläufe sogar bei Neugeborenen erkennen kann.
  • Individualisierung der Therapie. Es wurden Verfahren zur Informationsextraktion und Expertensysteme entwickelt und verfeinert, welche die Ärzte oder Therapeuten mit Informationen über Bewegungsdefizite und Bewegungsstrategien versorgen. Hier wird nicht nur die Bewegungsausführung, sondern auch die grundlegende Struktur der muskulären Koordination betrachtet.
  • Selbstständige Rehabilitation im häuslichen Umfeld unter Beobachtung der Übungsausführung. Der Erfolg der Rehabilitation des Bewegungsapparates ist abhängig von der Qualität, Quantität und Art und Weise des physiotherapeutischen Trainings. Sollen Übungen auch selbstständig durchgeführt werden, so muss die Verantwortung der Trainingsausführung auf den Endbenutzer übertragen werden. Hierfür wurde ein intelligentes Trainingssystem entwickelt, welches dem Anwender Anleitung und Kontrolle über die ausgeführten Übungen bietet.
  • Objektive und quantitative Bewertung des Therapieergebnisses. Objektive Daten über die Bewegungsausführung und Funktionsmenge vor und nach der Therapie werden benutzt, um z. B. zwischen notwendiger Operation oder nicht operativer Rehabilitation zu entscheiden.