HSR-EMG
Institut für Angewandte Medizintechnik
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz Rode
Helmholtz-Institut der RWTH Aachen und Universitätsklinikum Aachen

HSR-EMG


Räumlich hochauflösendes EMG

 

Einleitung und Anwendung

Die Aktivität der kleinsten motorischen Einheiten der Muskulatur enthält detaillierte Informationen über die

  • strukturellen und
  • funktionellen Eigenschaften der Muskulatur
  • Einsatz in Diagnostik und Therapiekontrolle verschiedenster neuromuskulärer Erkrankungen

Herkömmliche EMG Verfahren sind entweder

  • invasiv und damit schmerzhaft und nicht für Langzeitkontrollen anwendbar, oder
  • ihre Auflösung ist nicht ausreichend, um die Aktivität einzelner motorischer Einheiten sichtbar zu machen.

Die am Helmholtz-Institut entwickelte Methode der räumlich hochauflösenden Elektromyographie (HSR-EMG) erlaubt die nicht-invasive Erfassung der Aktivität dieser Einheiten.

 

Material und Methoden


Bild 1. Visualisierung der Aktivität einzelner motorischer Einheiten durch Einsatz räumlicher Filter.
Bild 2 bis 5: Entwicklung angepasster Elektrodenarray- und Vorverstärkereinheiten. Oben: HSR-EMG Messung bei einem Kind mit Plexus-Parese. Unten: Fixierbares Elektrodenarray für Langzeitanwendungen. Hier bei Messung am M. Trapezius.

 

 

Ergebnisse


Bild 6. Diagnostik neuromuskulärer Erkrankungen am Beispiel Muskelatrophy und Duchenne.
Bild 7: Beispiel Plexus-Parese

 

Schlussfolgerung

Die am Helmholtz-Institut entwickelte Methode des HSR-EMG erlaubt die nicht-invasive und damit schmerzfreie Erfassung der Aktivität der kleinsten motorischen Einheiten der Muskulatur. Somit kann sie wertvolle Informationen zu Diagnostik und Therapiekontrolle neuromuskulärer Erkrankungen liefern.