

Förderzeitraum: 3 Jahre
Beginn: März 08
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Die ausgeprägte Kalzifizierungsneigung kardiovaskulärer biologischer Implantate, wie Herzklappen- oder Gefäßprothesen, erfordert nicht nur die Untersuchung der zu Grunde liegenden Pathomechanismen. Ebenso die Entwicklung effektiver Strategien zur Vorbeugung gegen Gewebekalzifizierung ist unabdingbar. Momentan sind zum Aufbau von Anti-Kalzifizierungs-Strategien langwierige und kostenintesive in vivo Verifikationen notwendig.

Standardisierte in vitro Testmethoden können einen zeit- und verfahrensoptimierten Ansatz bieten, um die Kalzifizierungsprogression biologischen Gewebes zu untersuchen. Ziel diese Projektes ist es, neue in vitro Kalzifizierungs-Modelle und Testsysteme zu Verfügung zu stellen, die als Werkzeug in der Entwicklung präventiver Anti-Kalzifizierungs-Strategien dienen.
Zunächst werden die Unterschiede in Kalzifizierungsgraden bzw. -mustern von Implantatgeweben in vitro und in vivo am Beispiel von biologischen Herzklappen analysiert. Hiervon ausgehend wird ein beschleunigtes in vitro Kalzifizierungs-Testsystem entwickelt.
Zur Gewährleistung der Übertragung auf die klinische Anwendung ist die Validierung des in vitro Kalzifizierungs-Modells unerlässlich. Als Validierungsmodell wird hier das in vivo Maus-Modell eingesetzt. Das in vitro Testsystem wird speziell hieran angepasst. So wird sichergestellt, dass die direkte Validierung anhand von in vivo Studien im Maus-Modell erfolgen kann.
Dieses Forschungsprojekt ist Teil des durch START geförderten Forschungsverbundes Kardiovaskuläre Dysfunktion durch Kalk und Niereninsuffizienz. In diesem Forschungsverbund sind 8 Teilprojekte aus insgesamt 12 unterschiedlichen Kliniken und Instituten der Medizinischen Fakultät, des Helmholtz Institutes, des Instituts für Hochfrequenztechnnik der RWTH, der Fachhochschule Aachen (Standort Jülich), und der Universität Maastricht vertreten.