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06.03.08

Roboter im Dienste des Menschen

Roboter im Dienste des Menschen

Wenn Roboter in der Medizintechnik am Patienten eingesetzt werden, müssen sie ein Höchstmaß an Qualität, Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Sicherheitsanspruch erfüllen. Ohne Tagesschwankungen oder Ermüdungsanzeichen führen sie exakt die vorgegebenen Aufgaben durch. Aber die mechatronischen Helfer können noch viel mehr. In einer jetzt geschlossenen Kooperation zwischen der KUKA Roboter GmbH, der RWTH Aachen sowie dem Universitätsklinikum Aachen sollen in mehreren Bereichen neue Medizinrobotik-Anwendungen erforscht werden.

 

Im Rahmen der Rehabilitation zum Beispiel könnten die „mechatronischen Physiotherapeuten“ extrem beweglich und belastbar die Menschen bei den Übungseinheiten unterstützen. Ziele wie diese lassen sich nur in einem hochkarätigen, interdisziplinären Verbund erreichen, zu dem sich jetzt Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen getan haben. In Aachen wurde der entsprechende Kooperationsrahmenvertrag von RWTH-Rektor Burkhard Rauhut, Prof. Henning Saß, dem Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden des Universitätsklinikums Aachen, sowie Bernd Liepert, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der KUKA Roboter GmbH und Vorstand der KUKA AG, unterzeichnet. Damit bringen drei starke Partner ihre Kompetenzen ein:

 

Kooperation RWTH KUKADie KUKA Roboter GmbH schätzt an den Aachener Partnern vor allem die enge räumliche und fachliche Verbindung von Technik und Medizin im universitären Umfeld bis hin zur klinischen Erprobung. Für die RWTH und das Universitätsklinikum intensiviert die Kooperation die interdisziplinäre Zusammenarbeit und damit einen wichtigen strategischen Schwerpunkt. Gleichzeitig befördert die Allianz eine stärkere Verankerung der Robotik in Forschung, Lehre und Weiterbildungsangeboten.

 

Dank der Kooperation mit dem Institut für Regelungstechnik an der RWTH Aachen hat der europäische Marktführer für Industrieroboter einen weiteren Baustein in der Erforschung und Entwicklung zukünftiger Robotertechnologien gesetzt. Die KUKA Roboter zählt zu den Technologieführern und braucht exzellente Partner aus dem Forschungsbereich, um die Zukunft der Robotik langfristig zu sichern. Mit dieser Kooperation stellt das Augsburger Unternehmen den wichtigen Transfer von der Industrie in die Wissenschaft langfristig auf eine stabile Basis. Dazu arbeitet KUKA Roboter schon seit Jahren mit wenigen ausgewählten exzellenten Hochschulen und Instituten in Europa und Nordamerika intensiv zusammen.

 

Mit Hilfe von KUKA Technologien sind Industrieroboter heute in der Lage, in nahezu allen Bereichen der Industrie, aber auch zunehmend im privaten Umfeld des Menschen immer mehr Aufgaben zu übernehmen. In der Kooperation mit der RWTH Aachen sollen vor allem Anwendungen im Bereich der Medizin erforscht werden, im Besonderen die Begleitung von Reha-Maßnahmen und die Anwendung der fokussierten Strahlentherapie. Mit dem jetzt geschlossenen Kooperationsvertrag wird die langjährige Zusammenarbeit der RWTH Aachen mit der KUKA Roboter nun auch offiziell besiegelt.

 

In dem Verbund vertritt Prof. Dirk Abel, Inhaber des Lehrstuhls für Regelungstechnik, die RWTH. In seinem Institut werden die komplexen neuen Regelungssysteme entwickelt, die die Roboter zum Einsatz am Patienten befähigen und einen sicheren, interaktiven Einsatz ermöglichen. Im Universitätsklinikum Aachen ergänzen die Allianz: Prof. Thomas Schmitz-Rode, Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik, der auf medizinische Einsatzbereiche ausgelegtes Ingenieurwissen beisteuert. Und Prof. Michael Eble, Direktor der Klinik für Strahlentherapie, der einen wichtigen Bereich der geplanten klinischen Anwendung bei der Entwicklung und Implementierung fachlich begleiten wird.