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Roboter assistierte Rehabilitation

 

Bewegung ist Leben, Leben ist Bewegung. Bewegungsstörungen führen zu gravierenden funktionellen Einschränkungen der Beweglichkeit der betroffenen Gliedmaßen und behindern somit die Ausübung selbst alltäglicher Tätigkeiten. Die Patienten leiden ihr Leben lang unter den Folgen der Behinderung, was neben einem Verlust der persönlichen Lebensqualität auch zu einer beträchtlichen finanziellen Belastung des Gesundheitswesens führt. Insbesondere der Verlust an Lebensqualität, aber auch die mit den Bewegungseinschränkungen verbundenen Kosten für das Gesundheitswesen erfordern innovative Ansätze zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung des Bewegungsvermögens.

 

Rehabilitation auf neurophysiologischer Basis

Die Basistherapie der Bewegungsstörung stellt noch immer die Physiotherapie dar. Das primäre Ziel ist hierbei die Wiederherstellung der motorischen Funktionen, gegebenenfalls jedoch auch deren Erhaltung sowie die Vermeidung von Folgeschäden. Dabei steht die Erreichung einer größeren Selbstständigkeit und eine bessere Integration in die Familie und Gesellschaft im Vordergrund.

Dieses ist besonders dann entscheidend, wenn Schädigungen des Zentralen Nervensystems (ZNS), z. B. nach einem Schlaganfall, Ursache der Bewegungseinschränkung sind, die primär nicht behoben werden können. Insbesondere bei dieser Patientengruppe führt das repetitive, eigenmotivierte Üben von Bewegungsabläufen zu einer deutlichen Verbesserung der Bewegungsfähigkeit. Hintergrund für diese sogenannte Rehabilitation auf neurophysiologischer Basis ist die Annahme einer kortikalen Plastizität aufgrund derer sich das Gehirn bis hin ins Erwachsenenalter kontinuierlich umorganisiert. Das bedeutet, dass durch motorisches Lernen verlorene oder nicht vorhandene motorische Fähigkeiten wiedererlernt werden können. Die Rehabilitation auf neurophysiologischer Basis ist dann besonders effektiv, wenn sichergestellt werden kann, dass mindestens zweimal täglich 5 bis 15 Minuten gleichförmige Bewegungen repetitiv wiederholt werden können. Aus Kostengründen fehlt hierfür jedoch

häufig das erforderliche Fachpersonal, sodass die Übungseinheiten in der Regel nur mit unzureichender Häufigkeit durchgeführt werden können.

Die Forderung nach häufigem, repetitivem Training legt eine roboterbasierte Rehabilitation nahe, bei der ein Roboter die Bewegung initiiert und dabei den aktuellen Zustand des Patienten, dessen Lern-/Therapieerfolg sowie seinen individuellen Therapieplan berücksichtigt. Hierdurch kann dem Patienten die Möglichkeit gegeben werden, die Übungen selbständig und mit hinreichender Häufigkeit durchzuführen ohne das zusätzliches therapeutisches Personal gebraucht wird.

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