Die Arbeitsgruppe „Angewandte Forschung“ setzt sich aus Mitarbeitern der verschiedensten Fachrichtung zusammen (Ingenieure, Physiker, Biologen, MTAs) und spiegelt so die interdisziplinäre Ausrichtung wieder.
Der Forschungsschwerpunkt der Gruppe liegt in der Entwicklung experimenteller und numerischer Methoden für kardiovaskuläre Anwendungen mit dem Ziel eines besseren Verständnisses der Interaktionen zwischen biologischen und technischen Systemen. Hierdurch wird die Entwicklung von kardiovaskulären Produkten in Lehr- und Forschungsgebiet Kardiovaskuläre Technik (CVE) unterstützt, um neue Entwicklungsansätze voranzutreiben.
Die numerische Simulation wird unter anderem zur Optimierung von Blutpumpen, Herzklappen und Oxygenatoren angewendet. Neue Methoden zur Abschätzung der Hämolyse und der Thrombogenität von kardiovaskulären Bauteilen sowie ein Stofftransportmodell für die Anwendung in Oxygenatoren werden derzeit entwickelt.
Als Validierungswerkzeug für die numerischen Simulationen dient ein Particle Image Velocimetry (PIV) System. Das Strömungsfeld kann in transparenten Bauteilen durch die Verfolgung von Partikeln mit High-Speed-Kameras gemessen werden.
Im Blutlabor werden neben der Testung der am CVE entwickelten Geräte grundlegende Untersuchungen zur Hämokompatibilität und zur Thrombogenität gemacht. Desweiteren werden neue Untersuchungsmethoden zur in vitro Kalzifizierung von Bioherzklappenprothesen entwickelt. Spezielle Prüfstände zur Untersuchung der Bluttraumatisierung unter definierten Strömungsbedingungen dienen der Validierung von selbstentwickelten mathematischen Blutschädigungsmodellen.