
Die objektive Evaluierung und Quantifizierung der Bewegungen ist speziell für die Erfassung des komplexen Bewegungsmusters und die Strategie der Patienten mit Schulterbeschwerden für ihre täglichen Aktivitäten von Bedeutung. Darüber hinaus kann der Status und Fortschritt eines Patienten mit der gesunden Bevölkerung verglichen werden. Dreidimensionale Bewegungsanalyse, angewandt zur Untersuchung der Bewegung der oberen Extremitäten, kann solche Informationen liefern.
Kinematische Analysen der Oberarmbewegungen basieren auf einem biomechanischen Modell, welches den Oberarm in starre Segmente teilt, die über ideale Gelenke miteinander verbunden sind. Jedes Segment ist mit einem Triplet von passiven Infrarotlicht reflektierenden Markern definiert, Bild 1. Das 3D Bewegungsanalysesystem zeichnet die Wege der Marker während Bewegungstests auf, während das biomechanische Modell die Wege der Marker mit Körperbewegungen in Verbindung bringt.
Die Ergebnisse werden in Bezug auf Gelenkwinkelverläufe für alle Rotationsachsen der Schulter, des Ellenbogens und für zwei Rotationsachsen des Sternoklavikulargelenks präsentiert.


Von jedem Bewegungstest kann ein reproduzierbares charakteristisches Muster für die Rotationsachse eines jeden Gelenks spezifiziert werden. Ausgleichende Bewegungsmuster von Patienten sind höchst individualisiert und unterscheiden sich erheblich von denen der gesunden Bevölkerung. Quantitative Deskriptoren spiegeln die Charakteristiken der Kompensation, zum Beispiel Dauer und Geschwindigkeitsprofil, wider und erleichtern die objektive Bewertung und den Vergleich des Patientenstatus.