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Aktuelle Studie zum Profil der Medizintechnik in NRW:

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen haben die großen Medizintechnikfirmen, die ‚global player’ also, ihre Hauptsitze nicht in Nordrhein-Westfalen. Andererseits  können verschiedene NRW Regionen z.B. auf zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verweisen, die oft im Verbund mit lokalen Unternehmen durchgeführt werden. Es bleibt die Frage: Wie profiliert ist NRW denn nun in der Medizintechnik?

Im Sinne einer spezifischen Ergänzung wurden nun mit der Studie "Innovationsparameter von Klein- und Diversifizierungsunternehmen im regionalen Vergleich" jene medizintechnisch ausgerichteten Wirtschaftsteilnehmer identifiziert und charakterisiert, die durch das Raster der amtlichen Statistik fallen, weil sie zu klein sind (z.B. Gründungen < 20 MA) oder überwiegend in einem nicht-medizintechnischen Wirtschaftszweig eingeordnet werden (z.B. Kunststoffverarbeitung). Damit ist es erstmals möglich, diese bisher ‚verdeckten’ Beiträge in Maß und Zahl zu bezeichnen und sie für weitere Kooperationen in F&E und Unternehmertum handhabbar zu machen.

Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik NRW (AGMT.NRW) arbeiten die Regionen Süd-Westfalen, Aachen, Köln-Bonn, Bochum/Ruhrgebiet und Ost-Westfalen-Lippe zusammen. Sie führten mit den örtlichen Wirtschaftförderungen, Brancheninitiativen und Kammern Erhebungen in der jeweils örtlichen Unternehmerschaft durch. Die wissenschaftliche Konzeption/ Koordination lag bei AME-SCM gemeinsam mit dem Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik AKM.
Die Studie steht zur freien Verfügung bereit:

Zum Profil der Medizintechnik in NRW:

Innovationsparameter von Klein-
und Diversifizierungsunternehmen
im regionalen Vergleich



66Seiten
ISBN 978-3-8440-0538-7

2011

[pdf 4,13MB]

 

 

Innovations- und Technikanalysen blicken in die Zukunft

Medizintechnik besitzt Querschnittscharakter. Sie ist extrem weit gefächert, erhält Impulse aus verschiedensten technologischen/ wissenschaftlichen Disziplinen, kann nahezu alle Bereiche des Versorgungssystems adressieren, wird in der amtlichen Wirtschaftsstatistik (insbes. der Wirtschaftszweigsystematik) nicht als eigenständige Gruppe geführt – kurzum: Sie ist schwer zu erfassen und einzuschätzen – und noch schwerer in ihrer Entwicklung vorherzusagen. Gerade das wäre aber wünschenswert in dem Bemühen, Ressourcen möglichst effizient und effektiv einzusetzen: Bei der Auswahl von Forschungsschwerpunkten in der Wissenschaft, bei der strategischen Unternehmensführung oder der Beurteilung von Perspektiven in der Versorgung bis hin zur Forschungs- und  wirtschaftspolitischen Weichenstellung.