Pericard
Institut für Angewandte Medizintechnik
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz Rode
Helmholtz-Institut der RWTH Aachen und Universitätsklinikum Aachen

Projektleitung


Dipl.-Ing. (FH) Pamela Veggian

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Pericard


Der Herzbeutel (Pericard) umschließt das Herz schützend und erlaubt durch eine feine Gleitschicht den reibungsarmen Bewegungsablauf des Herzens. Im Rahmen der Herzoperation wird dieses Pericard teilweise zerstört. Darüber hinaus ist die Verwendung von Eigenpericard zur Rekonstruktion angeborener Herzfehler von großem Interesse.

Die Notwendigkeit der Korrektur angeborener Herzfehler in mehreren Operationsstufen und entsprechend über mehrere Jahre verteilt, eröffnet die Möglichkeit der Züchtung körpereigenen Pericards außerhalb des Körpers (ex vivo).

Wie in Abbildung 1 dargestellt, wird während der ersten Operation ein kleines Stück Pericard gewonnen. Durch das sogenannte Meshen wird es kontrolliert eingeschnitten und gedehnt. Die so entstehenden Poren werden dann mit neuen Zellen und einer der Gewebeentwicklung dienlichen Fibringelmatrix ausgefüllt. So entsteht Schritt für Schritt ein größeres Gewebe.

Abbildung 1: Prinzip der ex vivo Pericardexpansion

Die Kultivierung des Pericards erfolgt dabei in einem Bioreaktrosystem, welches optimale Wachstumgsbedingungen für ein gemeshtes Pericardgewebe ermöglicht.

Abbildung 2: Bioreaktor zur ex vivo Pericardkultivierung
Abbildung 3: Bioreaktorsystem