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INTER-Herz

Individuelle Therapieverfahren für Erkrankungen des rechten Herzen

Ziel des Projekts INTER-Herz ist eine Optimierung von Therapieverfahren für angeborene Herzfehler und Erkrankungen des rechtsventrikulären Ausflusstraktes (RVOT). Mit Hilfe personalisierter Methoden soll betroffenen Patienten eine optimale Behandlung und damit einhergehende Steigerung der Lebensqualität ermöglicht werden. In einem dualen Ansatz werden Verfahren eingesetzt, welche die Operationsplanung vereinfachen und verbessern und zugleich Prothesen entwickelt, die in ihrer Form so anpassbar sind, dass sie eine patientenspezifische Adaptation erlauben. Durch den Einsatz eines neuartigen Baukastensystems zur Herstellung der Prothesen werden Entwicklungsarbeiten kombiniert und effizient gestaltet.

 Perkutanklappenprothese:

Die perkutane Pulmonalklappenprothese wird mit Hilfe des Baukastensystems so zusammengesetzt, dass sie individuell an die Anatomie des Patienten angepasst werden kann. Sie bietet eine schonende Behandlungsmöglichkeit, da sie mit Hilfe eines Katheters bei schlagendem Herzen implantierbar sein wird und keine Eröffnung des Brustkorbes zur Wiederherstellung der Herzklappenfunktion erfordert.

 Konduitprothese:

Der RVOT Ersatz geschieht durch ein klappentragendes Konduit, welches dann eingesetzt wird, wenn die Erkrankung keine andere Möglichkeit als den Ersatz des rechtsventrikulären Ausflusstraktes mehr erlaubt. Dies ist z. B. der Fall, wenn der RVOT von Geburt an fehlerhaft angelegt ist, was sich in einer Einengung, dem weitgehenden bzw. vollständigen Verschluss oder dem Fehlen des RVOT äußern kann.

 Präoperative Planung:

Häufig werden Korrekturen von angeborenen Herzfehlern in mehreren Schritten und somit mehreren operativen Eingriffen durchgeführt, wodurch sich die operative Planung umso notwendiger und komplizierter gestaltet. Um dem operierenden Arzt ein leistungsfähiges Hilfsmittel bei dieser Planung bieten zu können, werden spezielle Verfahren zur dreidimensionalen Darstellung der Herzanatomie entwickelt. Dies geschieht durch dreidimensionale Visualisierung und den Einsatz von rapid-prototyping Verfahren. Um das Ergebnis von operativen Eingriffen abschätzen zu können werden außerdem Strömungssimulationen an 3D-Modellen von operativ angestrebten Herzfehlerkorrekturen durchgeführt. Diese sollen grundlegende Orientierungshilfen bei der Planung von komplexen Eingriffen darstellen. Ziel ist es, sich mit dem operierenden Chirurgen zusammen bereits vor der Operation ein Bild der von ihm geplanten Lösung und deren Qualität machen zu können.

Kontakt

Dr. rer. nat. Christiane Rosefort

Tel: +49 241 80 88616

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Dieses Projekt wird gefördert durch: