Isoliertes Schweineherz
Institut für Angewandte Medizintechnik
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz Rode
Helmholtz-Institut der RWTH Aachen und Universitätsklinikum Aachen

Kontakt


Dipl.-Ing. Martin Büsen

Tel. +49 241 80 80568

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Dieses Projekt wird gefördert durch:


Fördergeber: START

Förderzeitraum: 1,5 Jahre

Projektbeginn: Januar 11

 


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Isoliertes Schweineherz



Hintergrund


Abb. 1: Schweineherz in der Isolierten-Herz-Anlage des CVE

Die Isolierte Herz Apparatur stellt ein Bindeglied zwischen Labortestmethoden und Tierversuchen dar. In der Apparatur werden explantierte Tierherzen reperfundiert und wieder zum schlagen gebracht. An dem schlagenden Herz  lassen sich kardiovaskuläre Systeme testen, die am oder im Herzen angebracht werden (z.B. Blutpumpen oder Herzklappenprothesen). Dabei sind die Testbedingungen der in-vivo Situation bestmöglichst nachgestellt. Auf diese Weise können Probleme und Entwicklungsmöglichkeiten bereits vor den ersten Tierversuchen erkannt werden.

Methodik


Nach der Explantation des Herzens aus dem Tier (Schwein, Schaf, Kalb) werden die Gefäße des Herzens in der Isolierten Herz Apparatur konnektiert. Die Apparatur stellt dem Herzen eine oxygenierte Nährlösung unter physiologischen Druck-,Temperatur- und Flussbedingung bereit. Mit der Apparatur ist der sogenannte Langendorff-Modus, bei dem nur die Koronarien perfundiert werden und der linke Ventrikel nicht befüllt wird, als auch der Working-Heart-Modus, bei dem der linke Vorhof befüllt wird und so das linke Herz im physiologischen Sinn pumpt, möglich. Das isolierte Herz schlägt üblicherweise völlig autonom für mehrere Stunden. Die Apparatur am Lehrstuhl für Kardiovaskuläre Technik ist eine Eigenentwicklung und bietet zahlreiche Messmöglichkeiten für Drücke, Temperaturen, Volumenströme, EKG, pH- und Sauerstoff-Werte.