

Förderzeitraum: 3 Jahre
Beginn: März 08
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Kalzifizierung stellt selbst nach über 50 jähriger Forschung das Hauptproblem biologischer Implantate dar. Der Kalzifizierungsprozess solcher Implantate wird entweder direkt in vivo oder in zeitaufwendigen in vitro Tests untersucht. Beide Methoden sind äußerst kostenintensiv.
Eine alternative Methode ist die hier am AME/ CVE entwickelte murine in vitro Einzelherzperfusion, bei der z. B. Mäuseherzen mit ausgewählten Kalzifizierungsfluiden perfundiert werden (s. Abb. 1). Diese Methode ermöglicht ein unmittelbares Nachbilden der Gewebekalzifizierung mit erheblich reduzierten Kosten.
Standardisierte in vitro Testmethoden können einen zeit- und verfahrensoptimierten Ansatz bieten, um die Kalzifizierungsprogression biologischen Gewebes zu untersuchen. Ziel diese Projektes ist es, neue in vitro Kalzifizierungs-Modelle und Testsysteme zu Verfügung zu stellen, die als Werkzeug in der Entwicklung präventiver Anti-Kalzifizierungs-Strategien dienen.

Zunächst werden die Unterschiede in Kalzifizierungsgraden bzw. -mustern von Implantatgeweben in vitro und in vivo am Beispiel von biologischen Herzklappen analysiert. Hiervon ausgehend wird ein beschleunigtes in vitro Kalzifizierungs-Testsystem entwickelt.
Zur Gewährleistung der Übertragung auf die klinische Anwendung ist die Validierung des in vitro Kalzifizierungs-Modells unerlässlich. Als Validierungsmodell wird hier das in vivo Maus-Modell eingesetzt. Das in vitro Testsystem wird speziell hieran angepasst. So wird sichergestellt, dass die direkte Validierung anhand von in vivo Studien im Maus-Modell erfolgen kann.
Dieses Forschungsprojekt ist Teil des durch START geförderten Forschungsverbundes Kardiovaskuläre Dysfunktion durch Kalk und Niereninsuffizienz. In diesem Forschungsverbund sind 8 Teilprojekte aus insgesamt 12 unterschiedlichen Kliniken und Instituten der Medizinischen Fakultät, des Helmholtz Institutes, des Instituts für Hochfrequenztechnnik der RWTH, der Fachhochschule Aachen (Standort Jülich), und der Universität Maastricht vertreten.