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Spastik

200.000 Menschen erleiden jährlich in der Bundesrepublik einen Schlaganfall, knapp 10 % davon mit nachfolgender behindernder Spastik. Spastik beeinträchtigt das Leben der betroffenen Patienten in hohem Maße. Gleichzeitig ist die Ursache und Auswirkung der funktionellen Beeinträchtigung individuell sehr unterschiedlich, sodass es weder eine allgemein anerkannte Definition zur Spastik, noch eine quantitative Methode zur Differenzierung des Grads einer Spastik gibt. Zur Klassifizierung verschiedener Spastiktypen müssen dabei zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden.

Zum einen wird in einem Teilprojekt der Einfluss der Geschwindigkeit auf Veränderungen muskulärer Koordinationsmuster, dem Zusammenspiel verschiedener Muskeln,  analysiert. Dabei werden mithilfe eines visuellen Feedbacks unterschiedliche Bewegungstrajektoren in verschiedenen Geschwindigkeiten vorgegeben. Synchron zur Bewegung wird die elektrische Muskelaktivität mittels Oberflächen-Elektromyographie (sEMG) detektiert.

Aus dem Aktivitätssignalen werden Bewegungsmuster (M. biceps, M. brachioradialis und M. triceps) extrahiert um gesunde und spastische Bewegungen miteinander vergleichen zu können.

Zum anderen können die Veränderungen in einem spastischen Muskel mittels HSR-EMG analysiert werden.

Projektleitung